Ursachen dafür, dass die Nachgeburt nicht abgeht

Wichtig ist zu wissen, dass die Nachgeburtsverhaltung als solche keine Erkrankung, sondern ein Symptom aufgrund verschiedener Funktionsstörungen ist.
Von einer Verhaltung spricht man erst dann, wenn sich die Nachgeburt auch 12 bis 24 Stunden nach der Geburt noch nicht gelöst hat.
Keime und Bakterien können dann leichter in den Uterus eindringen und damit steigt die Gefahr einer Gebärmutterentzündung. Abgestorbenes Nachgeburtsgewebe setzt ebenfalls Abbauprodukte frei, welche die Gebärmutter belasten.
Eine Kuh, die unter einer Nachgeburtsverhaltung gelitten hat, ist bedeutend anfälliger für eine Gebärmutterentzündung als ein gesundes Tier. Außerdem sinkt die Trächtigkeitsrate und die Tiere sind anfälliger für Ketosen und Labmagenverlagerungen und werden infolgedessen meist früh ausgemerzt.

 

Begünstigende Faktoren

Mechanische Faktoren
Bestimmt durch Faktoren auf die Geburt, die nicht beeinflussbar sind. Komplikationen während der Geburt, Geburt von Zwillingen, … .

Fütterungsfaktoren
Bestimmt durch unterschiedliche Mangel an Mineralstoffen und Vitaminen. Hier ist auch meist klinisches oder subklinisches Milchfieber/Festliegen die Folge

Managementfaktoren
Äußerliche Einflussfaktoren, die die Kuh stressen oder mangelndes Know-How, das eine unangepasste Geburtshilfe einher führt.

Keimbelastung
Auch die Beeinflussung des Immunsystems durch Infektionskrankheiten kann später Nachgeburtsverhalten als Folge haben. Beispielsweise Entzündungen durch Coli, Kokken, etc..

Vorbeugende Maßnahmen

Fütterungsmaßnahmen

Futterqualität: Futter, das mit Schimmel oder Mykotoxinen belastet ist, schwächt das Immunsystem der Kühe. Verdorbene Silage sollte daher immer sofort entsorgt und auf keinen Fall an trockenstehende Kühe verfüttert werden. Während der Sommermonate sollte den frischmelkenden Kühen zwei Mal täglich frisches Futter vorgelegt werden, um einer Erwärmung im Trog vorzubeugen.

Kalziumspiegel im Blut: Bei Kühen, die unter klinischem oder auch subklinischem Milchfieber leiden, ist die Ablösung der Plazenta beeinträchtigt. Eine bedarfsgerechte Versorgung, auch schon in der Trockenstehzeit, ist deshalb essentiell.

Vitamine und Mineralstoffe: Defizite in der Versorgung mit Selen, ß-Carotin, Vitamin A oder Vitamin E können die Abläufe in der Gebärmutter in den ersten Tagen nach der Kalbung unterdrücken. Die Trockensteher- und Geburtsvorbereitungsration sollte daher unbedingt ausgeglichen und an den Bedarf der Tiere angepasst sein.

Beobachtung der Kühe

Body Condition Score (BCS): Konditionsschwankungen sollten sich sowohl vor als auch nach der Kalbung in einem gewissen Rahmen befinden. Extreme Konditionsschwankungen sind zu vermeiden. Die Gefahr einer Verfettung ist besonders im letzten Laktationsdrittel und in der Trockenstehzeit sehr hoch. Deshalb sollte die Energiebilanz regelmäßig überprüft werden. Nach der Kalbung fallen Kühe oft in ein „Energieloch“, Fettreserven werden eingeschmolzen und eine übermäßige Gewichtsabnahme ist die Folge. Hier ist ein ständiger Zugang zu frischem, schmackhaftem Futter unerlässlich.

Stress: Vermeiden Sie Stresssituationen, besonders um den Termin der Kalbung. Eine Umstallung sollte in diesem Zeitraum unbedingt vermieden werden, genauso wie ein schneller Futterwechsel, starker Lärm und eine Überbelegung im Stall.

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Beobachtung der Kühe

Body Condition Score (BCS): Konditionsschwankungen sollten sich sowohl vor als auch nach der Kalbung in einem gewissen Rahmen befinden. Extreme Konditionsschwankungen sind zu vermeiden. Die Gefahr einer Verfettung ist besonders im letzten Laktationsdrittel und in der Trockenstehzeit sehr hoch. Deshalb sollte die Energiebilanz regelmäßig überprüft werden. Nach der Kalbung fallen Kühe oft in ein „Energieloch“, Fettreserven werden eingeschmolzen und eine übermäßige Gewichtsabnahme ist die Folge. Hier ist ein ständiger Zugang zu frischem, schmackhaftem Futter unerlässlich.

Stress: Vermeiden Sie Stresssituationen, besonders um den Termin der Kalbung. Eine Umstallung sollte in diesem Zeitraum unbedingt vermieden werden, genauso wie ein schneller Futterwechsel, starker Lärm und eine Überbelegung im Stall.

Was ist bei Nachgeburtsverhalten zu tun?

Leidet eine Kuh bereits unter einer Nachgeburtsverhaltung, muss alles daran gesetzt werden, Folgeerkrankungen wie Gebärmutterentzündungen, Ketosen oder Labmagenverlagerungen vorzubeugen. Die Keim- und Bakterienbelastung im Umfeld der Kuh sollte deshalb möglichst gering gehalten werden. Eine saubere und trockene Liegefläche ist hier unerlässlich, ebenso wie das tägliche Fiebermessen und die Überprüfung der Futteraufnahme.
Kommt es zu einer Gebärmutterentzündung, muss die Kuh antibiotisch behandelt werden. Macht die Kuh einen kranken Eindruck, sollte unverzüglich ein Tierarzt benachrichtigt werden. Dieser wird das Tier genau untersuchen und die entsprechende Behandlung vorgeben.
Besser ist es allemal, die Entstehung von Nachgeburtsverhaltungen im Vorfeld zu verhindern.

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