Wichtig!

Besonders wichtig ist es, die Kälber schnell zum Wiederkäuer zu erziehen. Damit Festfutter überhaupt verdaut werden kann, haben Enzyme im Darm eine enorme Bedeutung. Das Training der Kohlenhydrate- und Eiweiß-spaltenden Enzyme wird durch den passenden Milchaustauscher unterstützt (JOSERA-Mehr-Phasen-Fütterung). Haben wir in der Igluphase zuerst nur Glucose-spaltende Enzyme trainiert, wird es immer wichtiger, auch andere Nährstoffe verdauen zu können. Neben der Entwicklung eines gut funktionierenden Vormagensystems müssen auch im Pansen nicht verstoffwechselte Nährstoffe nun im Darm verdaut werden.
Die Entwicklung der Pansenzotten hat eine enorm große Bedeutung für die Aufnahme der Stoffwechselprodukte der Pansenflora (siehe Energie für die Milchkuh, Informationsdienst 20.Ausgabe). Je schneller sich die Pansenschleimhaut und die Zotten, sprich die Oberfläche der Pansenwand, entwickeln, desto besser ist die Nährstoffaufnahme aus dem Kraftfutter und auch die Energieversorgung der Kälber. Je früher das Kälberkraftfutter den größeren Teil des Energiebedarfs, Mineralstoffbedarfs, … des Kalbes decken kann, desto früher können die Kälber abgetränkt werden.

Gruppenphase l

So gestalten Sie die optimale Tränke in der Gruppenphase I. Aber kommen wir zuerst wieder zurück zur Tränke in der Gruppenphase I. Nach erfolgreicher metabolischer Programmierung in den ersten drei Tränkewochen (Igluphase) erreichen die Kälber die Gruppenphase I. Hier werden die Kälber in möglichst passenden Gruppen zusammengestellt. Ziel sollte sein, dass keine Gruppe mehr als 4 Wochen Altersunterschied aufweist. Eine optimale Gruppenbildung ist wichtig für:

  • Korrekte Fütterung
  • Körperentwicklung
  • Sozialstruktur
  • Arbeits- und Funktionsabläufe
  • Aufstallung

In der Gruppenphase I beginnt die aktive Umstellung zum Wiederkäuer. Pflanzliche Komponenten in der Tränke unterstützen das weitere Enzymtraining. Nach der spielerischen Beschäftigung mit Festfutter aus der Igluphase ist hier die Festfutteraufnahme zu fördern. Schmackhafte und aufgeschlossene Beifutter (z.B. Kälberkost) unterstützen die Pansenentwicklung (chemische Reize). Zusätzlich sorgt Raufutter für physikalische Reize im Pansen. Trotzdem bleibt die Tränke in dieser Phase weiterhin die tragende Säule in der Ernährung des Kalbes.

Gruppenphase ll

In der Gruppenphase II steigt die Bedeutung der Festfutteraufnahme und der pflanzlichen Komponenten. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Gruppen, wie oben beschrieben, im Altersunterschied nicht zu weit auseinander liegen. Die Tränke bleibt eine wichtige, aber nicht mehr die wichtigste Säule der Ernährung. Diese Rolle nimmt nun mehr und mehr das Kälberkraftfutter in Kombination mit Raufutter ein.

Das Schlüsselelement bei der Entwicklung der Pansenzotten:

Kälberkraftfutter

Wie erkenne ich ein hochwertiges Kälberkraftfutter?
Kälberkraftfutter sollte mindestens 18% Rohprotein und einen hohen Anteil an aufgeschlossener Stärke aufweisen.
Günstig ist hier meistens eine hofeigene Mischung, entweder mit Soja-, Leinextraktionsschrot und Mineralfutter (Kälberprofi) und Getreide, oder mit Getreide und mineralisiertem Eiweißergänzer (LinoVit). Durch den Getreideanteil erreichen Sie immer den hohen Gehalt an Stärke, der die Pansenschleimhautentwicklung fördert.

Wenn die Kälber nachweislich 1,5 kg Kälberkraftfutter pro Tag aufnehmen, beginnt die Abtränkphase. Dann ist das Verdauungssystem gut von der Milchverdauung auf die feste und pflanzliche Kost umgestellt. Das Kälberkraftfutter ist die tragende Säule der Ernährung in diesem Altersabschnitt.

Fazit

Besprechen Sie Ihr Kälberaufzuchtkonzept unter diesen Gesichtspunkten mit Ihrem Josera-Berater. Sie werden feststellen, dass die mehrphasige Fütterung physiologisch für die Tiere sinnvoller ist und als zusätzlicher positiver Nebeneffekt wird auch Ihr Geldbeutel geschont!


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