Wasserleitungen

Das wohl häufigste Problem besteht in eingefrorenen Wasserleitungen, welche die Versorgung der Tiere beinträchtigen. Während bei Jungrindern eine vorübergehende, zweimal tägliche Tränkung in Kauf genommen werden kann, müssen Milchkühe stets frisches Wasser zur Verfügung haben. Um eingefrorenen Tränken vorzubeugen, gibt es verschiedene Maßnahmen.
So sollten alle oberflächig verlegten Wasserleitungen isoliert sein. Wobei darauf geachtet werden muss, dass die Rinder die Isolierung nicht ablecken oder beschädigen können. Wenn möglich, können Leitungsheizungen eingebaut werden. Gut geeignet ist auch ein Zirkulationssystem mit Umwälzpumpe, wobei das Wasser ständig in Bewegung bleibt und nicht gefriert.
Nach gleichem Prinzip funktionieren auch Trogtränken mit Bimetallventilen. Das Wasser tropft immer nach und verhindert ein Einfrieren der Tränken. Dadurch kommt es natürlich auch dazu, dass Wasser überläuft. Dieses Wasser sollte nicht so überlaufen, dass die Standfläche vor der Tränke einfriert und somit zu einer Gefahr für die Kühe wird. Teilweise kann es auch helfen, wenn das Wasser abends abgedreht und die Leitungen geleert und gelüftet werden. Am nächsten morgen kann das Wasser dann einfach wieder angestellt werden.
Trotz allem kann es dazu kommen, dass Leitungen oder auch Tränken einfrieren. Diese müssen dann aufgetaut werden. Hier gibt es in der Praxis unterschiedliche Handhabungen, die mehr oder weniger effektiv und sicher sind. Alle Auftaumaßnahmen mit Glut oder offenen Flammen sind zwar schnell, aber auch nicht ganz ungefährlich. So kommt es hierdurch immer mal wieder zu Bränden. Eine sichere, aber zeitaufwändigere Variante ist das Auftauen mit heißem Wasser, Föhn oder Heizlüfter. Beim Auftauen muss dran gedacht werden, dass sich das Wasser ausdehnt. Also Hähne der Leitungen öffnen!

Melkstand

Auch im Melkstand kann es dazu kommen, dass dieser eingefroren ist. Neue Melkstände haben oft schon eine Heizung eingebaut. Ältere Modelle hingegen müssen oft manuell aufgetaut werden. Je nach Melkstand kann dies schon mal schnell eine Stunde Zeit kosten. Zum Auftauen haben sich mobile Heizlüfter bewährt.

Der Melkstand muss jedoch so abgedichtet sein, dass die Wärme nicht gleich wieder entweichen kann. Das bedeutet, Fenster und Türen schließen, den Warteraum mit einer Jalousie oder einem Rolltor abdichten!

Auch wenn den Kühen die Kälte nichts ausmacht, ist die Melkarbeit für den Melker in einem leicht temperierten Melkstand weitaus angenehmer.

JOSERA Melkstand

Laufgänge

Bei sehr langen, ausgeprägten Minusgraden und starkem Wind kann es auch zu einem Gefrieren der Laufgänge kommen.

Jegliche Art von Zugluft muss hier absolut vermieden werden. In extremen Fällen kann es helfen die Laufgänge mit Streusalz aufzutauen. Da die Tiere sich auf rutschigen Böden weniger bewegen, muss immer ausreichend Futter auf dem Futtertisch liegen.

JOSERA Laufgang im Kuhstall

Fazit

Um auch bei längeren Frostperioden einen mehr oder weniger reibungslosen Ablauf der alltäglichen Arbeit zu gewährleisten, lassen sich also unterschiedliche Vorkehrungen treffen. Hier kann jeder Betrieb aktiv etwas machen. Dann kann der Winter auch kommen.

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