Die Fermentation ist grundsätzlich ein unkontrollierbarer Prozess. Aus diesem Grund muss die Sauerstoffzufuhr zügig gestoppt werden. Aerobe Bakterien, Hefen, Schimmelpilze und Enzyme schädigen die Silage unter aeroben Bedingungen. Der Sauerstoff sollte vor der eigentlichen Gärphase aus dem Silo verschwunden sein. Weiterhin ist eine rasche pH-Wert Absenkung anzustreben, da so Enterobakterien und Clostridien in ihrem Wachstum gehemmt werden (pH-Wert im Siliergut von 5-6).

JOSILAC Silos

Verdichtung als erste Absicherung

Das Verdichten ist das A&O des Silierprozesses. Hierbei sollten folgende Punkte als „Regeln des Verdichtens gelten“:

  • Walzschlepper bestimmt Befülltempo
  • Schichten von max. 30 cm
  • Befüllen von unten nach oben (kein Abladen und zusammenschieben)
  • Vom Rand in die Mitte fallend
  • Hohes Walzgewicht auf kleiner Auflagefläche
  • Silobreite min. doppelte Schlepperbreite
  • Mehrmalige Überfahrt
  • Reifendruck des Walzschleppers beachten (Straßendruck = Silodruck)
  • Walzgewicht sollte 1/3 – 1/4 der stündlichen Ernteleistung darstellen
JOSILAC Silo während Verdichtung

Das richtige Abdecken

Beim Abdecken des Silos ist darauf zu achten, dass es zeitnah nach Beendigung des Befüllens des Futterstock erledigt wird. Denn nur so kann schnellstmöglich ein sauerstoffarmes Milieu für den Gärprozess geschaffen werden. Wartet man zulange, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich durch die Verzögerung des Sauerstoffabschluss einen höheren Gehalt an schädlichen Bakterien, Hefen und Schimmelpilze im Silo bilden und die Verluste gravierend sind.

Auf folgendes ist beim Abdecken zu achten:

  • Standardfolien gibt es von 120 – 200 um
  • Multisilofolien mit 500 um
  • DLG geprüft
  • Unterziehfolie verwenden (Saugfolie passt sich eng dem Silostock an, weniger Sauerstoffzufuhr beim Abdecken und bei Entnahme)
  • bei Fahrsilos Randfolie verwenden
  • zum Schutz der eigentlichen Folie Silonetze verwenden
JOSILAC Silo

Genug Vorschub schützt vor Nacherwärmung

Ein ausreichender Vorschub ist ausschlaggebend zur Verringerung der Nacherwärmung. Hier lassen sich folgende Punkte als Richtlinie darstellen:

  • Silolänge, -höhe und –breite der Tierzahl anpassen
  • Schmale Anschnittfläche (!aber doppelte Schlepperbreite!)
  • Nicht zu viel im Voraus abdecken
  • Schneller Vorschub (>1,5 m / Woche im Winter; >2,5 m im Sommer)
  • Rationszusammensetzung
  • Ggf. Kühe und Rinder aus einem Silo füttern

Desweitern können Siliermittel die Qualität der Silage verbessern und gegen Nacherwärmung wirken.

Fragen Sie diesbezüglich Ihren JOSERA Fachberater!

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